#BAE30 – der Berliner Gesundheitspreis

Was hat die Berliner Ärztinnen und Ärzte vor 30 Jahren bewegt? Um dieser Frage nachzugehen, haben wir unser Archiv durchstöbert und Ausgaben unserer Mitgliederzeitschrift „Berliner Ärzte“ aus dem Jahr 1996 gesichtet. Die interessantesten Fundstücke werden wir im Laufe dieses Jahres veröffentlichen. Diesmal geht es um den Berliner Gesundheitspreis, der seit 30 Jahren für innovative Projekte zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung verliehen wird.

Seite aus „Berliner Ärzte“, 4/1996, S. 17

Bericht in „Berliner Ärzte“, 4/1996, S. 17

30 Jahre Berliner Gesundheitspreis

Neue Ideen und innovative Ansätze sind notwendig, damit unser Gesundheitssystem den Herausforderungen der Zukunft gewachsen bleibt. Dafür braucht es Menschen, die über den Tellerrand hinausblicken und Pfade abseits des Gewohnten gehen. Von ihren zukunftsweisenden Ideen können alle profitieren – Patient:innen genauso wie Leistungserbringer und Kostenträger.

Aus diesem Grund haben sich im Jahr 1995 die Ärztekammer Berlin, der AOK-Bundesverband und die AOK Nordost zusammengetan und einen bundesweiten Ideenwettbewerb, den Berliner Gesundheitspreis, ins Leben gerufen. Vergeben wurde er zum ersten Mal vor genau 30 Jahren, im Jahr 1996.

Der Wettbewerb, der in der Regel alle zwei Jahre stattfindet, widmet sich jeweils einem speziellen Thema, das eine besondere Bedeutung für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung hat. Gesucht werden Modelle oder Versorgungskonzepte, die zur Verbesserung von Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen beitragen können. Ziel des Wettbewerbes ist es, die Projekte finanziell zu unterstützen,
aber auch das Engagement von Akteuren im Gesundheitswesen zu fördern, neue Ideen und Konzepte einer breiteren Öffentlichkeit bekannter zu machen und im besten Fall zur Nachahmung anzuregen.

Zu den Themen des Berliner Gesundheitspreises gehörten bisher unter anderem Fehlervermeidung in der Medizin, Steigerung der Gesundheitskompetenz, Migration und Gesundheit sowie Gesundheitsstärkung im schulischen Setting. Viele Projekte wurden bereits verstetigt und zeigen nachhaltige Erfolge. So wurde beispielsweise das gemeinnützige Programm Dare2Care im Jahr 2025 mit dem Berliner Gesundheitspreis ausgezeichnet. Es half bereits dabei, über 65.000 Schüler:innen in ihren psychosozialen Kompetenzen zu stärken.

Das Siegerteam des Berliner Gesundheitspreises 2025 vom Projekt Dare2Care.

1. Preis 2025: Dare2Care. Die Preisträger:innen und Michael Brand (CDU), ehemaliger Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (dritter v. l.)

Berliner Gesundheitspreis 2027: Fokus auf Hitzeschutz

Im Jahr 2027 widmet sich der Berliner Gesundheitspreis einem hochaktuellen Thema: dem Klimawandel und der Frage, wie das Gesundheitswesen mit den damit einhergehenden Herausforderungen umgeht. Denn auch in Deutschland sorgt die Klimaveränderung für immer längere und intensivere Hitzewellen. Das erhöht die Zahl der Krankschreibungen, belastet die Notaufnahmen und führte allein in diesem Jahr zu über 16.300 Hitzetoten.

Auf die gesundheitlichen Folgen von Hitze ist Deutschland nur unzureichend vorbereitet. Unter dem Motto „Gesundheit braucht Hitzeschutz“ sollen mit dem Berliner Gesundheitspreis 2027 daher Projekte ausgezeichnet werden, die durch innovative Maßnahmen gezielt gesundheitliche Hitzerisiken verringern. Gesucht werden Best-Practice-Projekte, die in Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und im Alltag effektiv die gesundheitliche Belastung durch starke Hitzeperioden reduzieren. Die Preisträger:innen werden von einer unabhängigen Jury ermittelt und erhalten Preisgelder in Höhe von insgesamt 50.000 Euro.

Die Ausschreibung läuft noch bis zum 18. Oktober 2026. Die Preisverleihung wird im Frühjahr 2027 stattfinden.

Weitere Informationen zur Bewerbung und den Ausschreibungskriterien finden Sie unter: www.aok.de/pp/unser-engagement/berliner-gesundheitspreis-2027.

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Wir freuen uns über Ihr Feedback!

Ja
Nein

Vielen Dank!

Zur Ärztekammer Berlin