Ein neuer Lebensabschnitt
Über der Stadt kündigte sich Regen an – ein Vorzeichen für das Ende des langen und eisigen Winters und ein Vorbote für den nahenden Frühling. Die Absolvent:innen, die zur von der Ärztekammer Berlin organisierten Freisprechungsfeier für Medizinische Fachangestellte (MFA) erschienen waren, zeigten sich bereit für den Wandel: Ein neuer Lebensabschnitt lag vor ihnen – und das feierten sie gut gelaunt und selbstbewusst.
Dieser Abschluss bedeutet nicht, dass wir fertig sind, sondern dass wir bereit sind! Jetzt fängt es erst richtig an!

Feierliche Freisprechung der MFA im Februar 2026
Foto: André Wagenzik / Ärztekammer Berlin
Eine Absolventin des Oberstufenzentrums Gesundheit hielt im Namen ihrer Mitschüler:innen eine bewegende Rede.
Für viele Absolvent:innen war der Weg bis zum Abschluss durchaus steinig oder führte über Umwege – das wurde an diesem Abend deutlich. Umso mehr freuten sie sich nun über ihren Erfolg. „Das Gefühl der Sicherheit wird im Laufe Ihres Berufslebens wachsen. Es wird wachsen mit jeder Sache, die Sie richtig gemacht haben, und mit jedem Fehler, aus dem Sie gelernt haben“, betonte Dr. med. Matthias Blöchle, Vizepräsident der Ärztekammer Berlin, in seiner Eröffnungsrede.
Was auf Sie wartet, ist ein wunderbarer Beruf mit vielfältigen Tätigkeiten – ein Beruf, ohne den das Gesundheitssystem nicht funktionieren würde.

Dr. med. Matthias Blöchle
Foto: Anke Illing / Ärztekammer Berlin

Feierliche Freisprechung der MFA im Februar 2026
Foto: André Wagenzik / Ärztekammer Berlin
Endlich war es so weit! Nach der Zeugnisankündigung warteten die Absolvent:innen auf der Bühne auf ihre Zeugnisse.
Ein besonderer Abend
Höhepunkt des Abends war wie jedes Mal der Bilderbogen. Mit Jubelrufen und viel Applaus wurden die eingesandten Fotos aus dem Ausbildungsalltag der Absolvent:innen, die auf der großen Leinwand erschienen, aufgenommen. Für zusätzliche gute Stimmung sorgten die Gesangseinlagen der Berliner Sängerin Jolie Woköck, begleitet von Tobias Woköck an der Gitarre.
Es war zu spüren: Dieser Abend war für die frisch gebackenen MFA etwas ganz Besonderes. „Wir haben Freunde gefunden, uns ausgetauscht, über den Praxisalltag geredet und uns gegenseitig beigestanden“, erklärte eine MFA und machte damit deutlich, wie wichtig die vergangenen drei Jahre im Leben der Absolvent:innen waren.
Wir sind durch diese Ausbildung gegangen, durch die wir nicht nur viel gelernt haben, sondern auch als Menschen gewachsen sind.

Feierliche Freisprechung der MFA im Februar 2026
Foto: André Wagenzik / Ärztekammer Berlin
Für gute Stimmung sorgte die Berliner Sängerin Jolie Woköck. Mit Songs wie Viva la Vida von Coldplay und Blinding Lights von The Weeknd begeisterte sie die Gäste. Tobias Woköck begleitete sie mit der Gitarre.
Visitenkarten einer Praxis
„Alle Patient:innen sollten sich gleich gut betreut fühlen. Dafür spielen Medizinische Fachangestellte eine Schlüsselrolle. Sie sind die Visitenkarte einer ärztlichen Praxis“, betonte Dr. med. Kathleen Chaoui, Mitglied des Vorstandes der Ärztekammer Berlin, in ihrer Rede. Danach sprach sie die Absolvent:innen offiziell als MFA frei.
Im Gesundheitswesen, liebe Absolventinnen und Absolventen, läuft nichts ohne Medizinische Fachangestellte.

Feierliche Freisprechung der MFA im Februar 2026
Foto: André Wagenzik / Ärztekammer Berlin
Bei der Zeugnisübergabe wurde es emotional.
181 der insgesamt 246 erfolgreichen Absolvent:innen waren persönlich erschienen, dazu zahlreiche Gäste, darunter Ausbilder:innen, Vertreter:innen der Berufsschulen und der Ärzt:innenschaft. Nach und nach wurden die frisch gebackenen MFA auf die Bühne gerufen und nahmen unter großem Applaus ihre Zeugnisse und Kammerbriefe entgegen.
Wir sind angekommen, wir sind bereit, wir sind MFA!

Feierliche Freisprechung der MFA im Februar 2026
Foto: André Wagenzik / Ärztekammer Berlin
Die Zeugnisübergabe hatte fast schon Premiere Vibes. Ein unvergesslicher Augenblick für die Absolventinnen und Absolventinnen.
Immer mehr männliche MFA
Ein Trend setzte sich wie schon in den vergangenen Jahren fort: Immer öfter waren männliche MFA-Absolventen in den Klassengruppen zu sehen, die stolz ihre Urkunden entgegennahmen (mehr zu den Anfängen dieser Entwicklung: Immer mehr Männer werden Medizinische Fachangestellte).
Auch die Lehrer:innen, die ihren ehemaligen Schützlingen die Auszeichnungen übergeben durften, zeigten sich gerührt und stolz. An mehr als einer Stelle waren die Emotionen deutlich zu spüren.
Ihr wart laut und Ihr wart wild und Ihr habt mich mehr als einmal an meine Grenzen gebracht. Aber Ihr seid mir sehr ans Herz gewachsen. Ich werde Euch vermissen.

Feierliche Freisprechung der MFA im Februar 2026
Foto: André Wagenzik / Ärztekammer Berlin
Besonders beliebt bei den Absolvent:innen war – wie auch in den Vorjahren – die bunt dekorierte Fotowand. Selbstverständlich durfte das Skelett-Modell mit dem Absolvent:innen-Hut nicht fehlen, mit dem unvergessliche Erinnerungen an diesen schönen Abend festgehalten wurden.
Anschließend ging die Feier mit Sekt und Softdrinks im Foyer des Konzertsaals weiter. Wie immer war dabei einer der begehrtesten Orte die Fotowand, vor der man sich mit einem freundlich lächelnden Skelett und drapiert mit Krönchen und Blumenketten fotografieren lassen konnte. Und dann, ganz allmählich, verschwanden alle in den abendlichen Regen ...
Dieser Abschluss ist mehr als ein Zeugnis. Er ist ein Beweis, dass wir Durchhaltevermögen gezeigt haben. Er ist der Beginn eines neuen Lebens.
Wir wünschen den Absolvent:innen alles Gute und viel Glück für ihren weiteren Lebensweg!
Die Gruppenfotos vom Abend gibt es hier zum Download.