Stolpersteinverlegung für Prof. Lydia Rabinowitsch-Kempner

Am 8. März 2026 verlegte der Künstler Gunter Demnig persönlich einen Stolperstein für die Bakteriologin und erste Professorin Berlins, Prof. Lydia Rabinowitsch-Kempner, in der Potsdamer Straße 58 a in Berlin-Lichterfelde.

 

Stolpersteinverlegung für Prof. Lydia Rabinowitsch-Kempner

Insgesamt wurden drei Stolpersteine für die Familie Kempner verlegt.

Passend zum Internationalen Frauentag wurde der Familie Kempner gedacht, die von 1911 bis 1935 in der Potsdamer Straße 58 a lebte. Die Mutter, Prof. Dr. Lydia Rabinowitsch-Kempner, wurde 1871 in Kaunas (im heutigen Litauen) geboren. Sie war die erste Frau, die bei Robert Koch am Institut für Infektionskrankheiten als Tuberkuloseforscherin tätig war. Ein zweiter Stolperstein erinnert an ihren Sohn, Prof. Robert Maximilian Wassilij Kempner, der 1899 in Freiburg im Breisgau geboren wurde. Ihm gelang 1935 die Flucht. Er war Jurist und wurde später unter anderem als stellvertretender Hauptankläger bei den Nürnberger Prozessen bekannt. Der dritte Stolperstein ist für Walter Kempner (1903–1997) Mediziner. Er wurde durch die Beschreibung der salzfreien Diät bei Bluthochdruck bekannt und war zudem Wegbegleiter und Arzt des Dichters Stefan George.

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