Gender Data Gap
In der wissenschaftlichen Grundlagenforschung und der evidenzbasierten Medizin besteht seit jeher eine anhaltende geschlechterabhängige Ungleichheit. So hat die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) Frauen beispielsweise zwischen 1977 und 1993 vollständig von der Teilnahme an Phase-I-Studien ausgeschlossen. Aktuell liegt der Anteil von Frauen in klinischen Studien nicht nur unter dem von Männern, sondern in den meisten Fällen auch unter dem für die jeweilige Prävalenz der Erkrankung sinnvollen Anteil. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im November 2024 die Richtlinie zur Förderung von Projekten mit dem Ziel der Reduktion des Gender Data Gaps in der klinischen Forschung veröffentlicht.
Mit deren Unterstützung fand im Herbst 2025 unter dem Motto „Better safe than sorry“ eine interdisziplinäre Summer School statt. Dabei identifizierten die 20 teilnehmenden Medizinstudierenden und Assistenzärzt:innen aus Deutschland zentrale Themenbereiche mit Fokus auf Prävention in der Inneren Medizin (Rheumatologie, Kardiologie, Nephrologie) und formulierten anschließend Handlungsempfehlungen zum Abbau des Gender Data Gaps in klinischen Studien.
Methodik
Die Erarbeitung erfolgte in einem strukturierten, mehrstufigen partizipativen Konsensprozess unter Einbindung von Expert:innen verschiedener versorgungsrelevanter Fachdisziplinen der Inneren Medizin. Um die Frage „Welche Faktoren müssen für eine Reduzierung des Gender Data Gaps in klinischen Studien berücksichtigt werden?” zu beantworten, wurde zunächst eine Kraftfeldanalyse nach dem Ansatz von Lewin durchgeführt. Im zweiten Schritt wurden dann die identifizierten Einflussfaktoren mithilfe einer Umsetzungsanalyse in handlungsorientierte Maßnahmen übersetzt, um die Frage „Wie generieren wir die notwendige Veränderung zur Reduzierung des Gender Data Gaps in klinischen Studien?” zu beantworten.
Die Kraftfelder
Normwerte und Referenzbereiche
Diskutiert wurde unter anderem, ob der Aspekt „normal“ noch zeitgemäß ist. Zwar existieren für zahlreiche klinische Parameter bereits geschlechter- und altersspezifische Referenzbereiche, etwa in der Labordiagnostik oder bei physiologischen Messgrößen. In zusammengesetzten klinischen Scores, Risikomodellen und Leitlinienempfehlungen werden diese Differenzierungen jedoch häufig nicht konsequent berücksichtigt. Dadurch besteht die Gefahr, dass geschlechterspezifische Unterschiede in der Krankheitspräsentation, dem Krankheitsverlauf und dem Therapieansprechen unzureichend abgebildet werden.
Die Teilnehmenden betonten, dass physiologische Grenzwerte weiterhin notwendig sind, um Abweichungen zu erkennen, Diagnosen zu stellen und therapeutische Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig wurde die Frage aufgeworfen, ob stärker individualisierte Referenzbereiche – etwa unter Berücksichtigung von Geschlecht, Hormonstatus, Alter oder weiteren biologischen und sozialen Determinanten – zu einer präziseren und gerechteren medizinischen Versorgung beitragen könnten. Vor diesem Hintergrund wurde diskutiert, ob der traditionelle Begriff der „Normwerte” langfristig zugunsten differenzierter, kontextsensitiver Referenzsysteme weiterentwickelt werden sollte.

Handlungsvorschläge, wie das Gender Data Gap in klinischen Studien in Zukunft reduziert werden kann.
Grafik: Created in BioRender. Zach, V. (2026)
Handlungsvorschläge, wie das Gender Data Gap in klinischen Studien in Zukunft reduziert werden kann.
Sex as a Biological Variable (SABV)
Die Berücksichtigung des Geschlechts als biologische Variable ist eine zentrale Herausforderung und bietet zugleich eine wesentliche Chance in der präklinischen und klinischen Forschung. Je nach Forschungsfrage ist jedoch nicht immer eindeutig, ob und in welchem Ausmaß das Geschlecht als biologische Variable relevant ist. Diese Unsicherheit wird durch fehlende Standardisierung in Definition, Erfassung und Dokumentation des Geschlechts verstärkt. So zeigte beispielsweise eine Metaanalyse von rund 4.500 Studien zu SARS-CoV-2, dass nur 4 Prozent der Studien explizit planten, das Geschlecht bzw. Gender in der Analyse zu berücksichtigen. Nur 21 Prozent berücksichtigten die Variable Geschlecht bzw. Gender ausschließlich bei der Rekrutierung und nur 5,4 Prozent planten nach Geschlecht gematchte oder repräsentative Subgruppen- und Stichprobenanalysen.
Wird das Geschlecht als Variable mit aufgenommen, erfolgt die Erhebung oftmals fremdberichtet und inhomogen, mit einem primären Fokus auf binäre biologische Kategorien. In der klinischen Routine werden viele relevante Informationen, die über die bloße Erfassung des biologischen Geschlechts hinausgehen, nicht systematisch dokumentiert. Dies schränkt insbesondere retrospektive Analysen erheblich ein und betrifft vor allem die Forschung und medizinische Versorgung von nicht-binären Personen.
Geschlechterspezifische Symptome
Geschlechterspezifische Unterschiede in der Symptompräsentation sind ein zentrales Hindernis für eine geschlechtergerechte Prävention und klinische Forschung. Symptome werden häufig erwartungskonform eingeordnet. Dieses Problem wird durch Bildungsunterschiede, kulturelle Differenzen, Sozialisierungseffekte und gesellschaftliche Stigmata verstärkt.
Dabei wirken biologische und soziale Faktoren komplex zusammen. Subjektive Krankheitstheorien, kommunikative Unterschiede sowie die unterschiedliche Einforderung von Aufmerksamkeit beeinflussen die Beschreibung und Bewertung von Symptomen. Ärztlicherseits zeigt sich ein nachgewiesener Bias: Männer erhalten häufiger Analgetika, Frauen häufiger Sedativa. Schmerzen werden bei Frauen zudem häufiger als „unspezifisch“ oder „atypisch“ eingestuft.
Der Einfluss von Sexualhormonen
Ein besonders relevanter Aspekt der geschlechterspezifischen Medizin ist die Berücksichtigung von Sexualhormonen im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Menopause. Die Schwangerschaft ist ein besonderer Zustand, der nicht per se als Risiko verstanden werden sollte, jedoch spezifisches Wissen, beispielsweise über die Wirkungen und Nebenwirkungen von Arzneimitteln, notwendig macht.
Bezüglich der Menopause ist in den vergangenen Jahren durch gesellschaftliche Debatten und soziale Medien eine zunehmende Enttabuisierung zu beobachten, wobei gleichzeitig erhebliche Wissensdefizite bestehen bleiben. Dabei ist zu betonen, dass der Hormonstatus allein keine präzise Vorhersage zulässt und eine Überinterpretation hormoneller Effekte, insbesondere im Zusammenhang mit Zyklusphasen, kontraproduktiv bis diskriminierend sein kann. Leistungsfähigkeit, Wohlbefinden und Krankheitsverläufe können hormonabhängig variieren. Die meisten Menschen kennen ihre tatsächlichen Hormonwerte jedoch nicht, und es gibt nur wenige Daten zum konkreten Einfluss hormoneller Level auf bestimmte Erkrankungen. Effekte und Dosierungen von Hormontherapien variieren individuell als auch populationsabhängig. Epidemiologische Studien zeigen deutliche Veränderungen des kardiovaskulären Risikos im Zusammenhang mit den Wechseljahren.
Vor diesem Hintergrund erfordert eine geschlechtersensible Forschung die systematische Erfassung hormoneller Faktoren, etwa hinsichtlich prä-, peri- oder postmenopausaler Phasen, auch außerhalb gynäkologischer Fachgebiete.
Methodisch bedarf es neuer Ansätze, etwa multipler hormoneller Messungen als Momentaufnahmen und differenzierter Subgruppenanalysen, die beispielsweise hormonelle Kontrazeptiva berücksichtigen. Die Frage der Verantwortung für hormonelle Verhütung, die häufig einseitig Frauen zugeschrieben wird, verdeutlicht bestehende strukturelle Ungleichgewichte, die sich möglicherweise auf die Gesundheit der Betroffenen auswirken.
Die Umsetzungsanalyse
Datenerhebung
In Zukunft sollte die geschlechterspezifische Erhebung von Daten durch mehrere Kontrollinstanzen gesichert werden. Verantwortlich sind dabei Journals, Institutionen des wissenschaftlichen Arbeitens (Promotions-, PhD- und Habilitationskommissionen), Ethikkommissionen, epidemiologische Institute sowie pharmazeutische Unternehmen. Bei neuen Studienregistern muss der prävalenzorientierte, ausgewogene Einschluss der Geschlechter zur Norm werden.
Für eine effiziente und sichere Datenerhebung empfiehlt sich eine standardisierte Anamnese, die für alle Personen gleichermaßen den Bildungsstand, die Herkunft, das Geschlecht, den Menstruations- und Menopausenstatus sowie Schwangerschaften und Geburten erfasst. Nur so kann gewährleistet werden, dass diese geschlechterspezifischen Faktoren konsequent erfasst und bei der Auswertung berücksichtigt werden.
Es ist von besonderer Bedeutung, den Patient:innen zu vermitteln, dass der geschützte Raum auf Basis der ärztlichen Schweigepflicht unabhängig vom Studieneinschluss gilt, und dass eine sichere Pseudonymisierung der Daten gewährleistet ist. Spätestens nach Abschluss der jeweiligen Studie sollten die teilnehmenden Patient:innen einen individualisierten Zugang zu den generierten Daten und Studienergebnissen erhalten. Zudem muss eine leicht verständliche Laienzusammenfassung (Plain Language Summary) verpflichtend veröffentlicht werden, damit Forschungsergebnisse für alle Bevölkerungsgruppen zugänglich sind. Darüber hinaus sollten standardisierte KI-Kursformate für in der Wissenschaft Tätige angeboten werden. Europäische medizinische KI-Konzepte sollten gefördert und an repräsentativen Datensätzen aus europaweiten Registern trainiert werden. Die KI sollte genutzt werden, um aktiv gegen den menschengemachten Bias in den Trainingsdaten vorzugehen.
Einschluss in Studien
Um eine breite und diverse Studienteilnahme zu ermöglichen, müssen die Einschlusskriterien für Proband:innen angepasst werden. Maßgeblich sind eine verständliche Sprache, der Abbau diskriminierender Barrieren und die Einbindung aller behandelnden Personen. In bestimmten Kontexten könnten Konzepte wie n-of-1-Trials dabei helfen, trotz geringer Fallzahlen verwertbare wissenschaftliche Ergebnisse zu erhalten, individuelle Therapieeffekte zu analysieren und individualisierte Strategien festzulegen.
Open Data & Citizen Science
Die systematische Einbindung von Open Data und Citizen Science bietet ein hohes Potenzial, um das Gender Data Gap in klinischen Studien zu verringern. Ein zentraler Schritt ist dabei die repräsentative Beteiligung der betroffenen Gruppen auf Ebene der wissenschaftlichen Gremien, Ethikkommissionen und Förderinstitutionen sowie durch die aktive Einbindung von Patient:innen. Insbesondere in der frühen Phase der Studienplanung sollten Betroffene an der Identifikation relevanter Forschungsfragen beteiligt werden, um geschlechterspezifische Bedürfnisse sichtbar zu machen.
Für Open-Data-Infrastrukturen sollten verbindliche Pflichtvariablen wie „sex“, „gender“ (selbstdefiniert und klar konzeptualisiert), „ethnicity“ und soziale Determinanten definiert werden. Um geschlechtersensible Auswertungen zu ermöglichen, sind – analog zu bestehenden Vorschlägen wie dem Diversity Minimal Item Set (DIMIS) – einheitliche Definitionen und verpflichtende Erfassungskriterien notwendig. Veröffentlichungsrichtlinien sollten eine getrennte Darstellung geschlechterabhängiger Nebenwirkungen (AE/SAE) vorschreiben, um Transparenz und Sicherheit zu gewährleisten.
Geschlechtergerechte Leitlinienentwicklung
Die Umsetzung einer geschlechtergerechten Medizin erfordert die systematische Integration von Sex- und Genderaspekten in klinische Leitlinien. Diese sollten in geschlechtergerechter Sprache verfasst sein und übergeordnete Regeln enthalten, die „sex“ und „gender“ explizit berücksichtigen. Die Inhalte sollten auf geschlechtergerechter Forschung basieren und geschlechterspezifische Evidenz, beispielsweise zu diagnostischen Verfahren oder Therapieoptionen, klar darstellen. Es empfiehlt sich in jeder Leitlinie eigene Unterkategorien für Geschlechteraspekte zu etablieren und bereits bestehende Leitlinien bei Bedarf zu ergänzen. Bei der Literaturrecherche sollten Sex- und Gender-Aspekte systematisch berücksichtigt werden.
Handreichung für die Praxis
- Verpflichtende Erhebung geschlechterspezifischer Variablen und Sicherstellung ihrer Verfügbarkeit in Registern.
- Gezielte Ansprache von Frauen und Angehörigen benachteiligter Gruppen, um sie zur Studienteilnahme zu motivieren.
- Prävalenzorientierter, ausgewogener Einschluss der Geschlechter wird als wissenschaftlicher Standard etabliert und im Rahmen von Förderentscheidungen, Ethikvotierungen sowie Peer-Review-Prozessen systematisch überprüft.
- Gezielte Finanzierung geschlechterspezifischer Forschung.
- Kuratierte Quellen, um die Gefahr der Reproduktion des Gender Data Gaps mittels KI zu reduzieren. Gleichzeitig sollte das Wissen über KI bei Ärztinnen und Ärzten durch Kursformate und obligatorische Zertifikate objektivierbar und kontrollierbar werden.
- Systematische Integration geschlechterspezifischer Aspekte in klinische Leitlinien sowie Ausbildungscurricula, Lehrbuch- und Lernplattforminhalte, um diese in der wissenschaftlichen Evidenz zu verankern.
Zusammenfassung
Die Ergebnisse der Veranstaltung unter dem Motto „Better safe than sorry“ zeigen, dass in vielen Bereichen des täglichen klinischen und wissenschaftlichen Lebens Möglichkeiten zur Reduzierung des Gender Data Gaps vorhanden sind. Die Umsetzung der hier beispielhaft vorgestellten Maßnahmen ist entsprechend naheliegend und im Sinne eines ersten Schritts zur individualisierten Medizin unabdingbar. So kann eine nachhaltige Verbesserung der medizinischen Versorgung, Sekundärprävention bei bestehenden Erkrankungen und Primärprävention unter Einbeziehung aller Geschlechter erreicht werden.
Autor:innen
Julia Lueg (1,2), Sarah Ohrndorf (2,3,4), Anja Strangfeld (25,26), Catharina Hamm (7), Rebecca Beyer (1,2), Greta Buschhaus (8), Orhun Cicek (9), Tobias Eggert (10,11), Lucas Griessmair (12), Josephine Heine (2), Pia Jacobs (13), Isaac A. Lüdemann (14,15), Kim Laura Mähr (16), Sofia Roukhami (9), Matvei Rudometkin (17), Fabian Schachteli (18), Carlotta Schaefer (19), Sophia Schinkewitsch (20), Sophie Sievers (21), Fatmanur Yilmaz (22), Maike Zacharias (23), Sylvia Stracke (24), Sabine Oertelt-Prigione (10,25) sowie Nina Goerlich (26,27)
Deutsches Herzzentrum der Charité, Department of Cardiology, Angiology and Intensive Care Medicine, Charitéplatz 1, 10117 Berlin, Germany
Charité – Universitätsmedizin Berlin, corporate member of Freie Universität Berlin and Humboldt-Universität zu Berlin, 10117 Berlin, GermanyKlinikum Ernst von Bergmann, Clinic for Gastroenterology, Hepatology, Infectious Diseases and Rheumatology, Charlottenstr. 72, 14467 Potsdam, Germany
HMU Health and Medical University Potsdam, Schiffbauergasse 14, 14467 Potsdam, Germany
Charité-Universitätsmedizin Berlin, Med. Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und klinische Immunologie, Berlin, Germany
Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin, Programmbereich Epidemiologie und Versorgungsforschung, 10117 Berlin, Germany
Department of Cardiology, Kerckhoff Heart Center, Bad Nauheim, Germany; German Center for Cardiovascular Research (DZHK), Partner Site Rhine-Main Frankfurt am Main, Germany
Florida Factual GmbH, Berlin, Deutschland
Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, Medizinische Fakultät (Humanmedizin)
Medical Faculty OWL, Bielefeld University, Sex- and Gender-sensitive Medicine, Universitätsstraße 25, 33615 Bielefeld, Germany
Medical School Hanover, Carl-Neuberg-Straße 1, 30625 Hanover, Germany
Charité - Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Pädiatrie m.S. Gastroenterologie, Nephrologie und Stoffwechselmedizin
Medical Faculty, Otto von Guericke University Magdeburg, Magdeburg, Germany
Ruhr-Universität Bochum
Rheumazentrum Ruhrgebiet, Herne, Germany
Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz, Klinikum Konstanz GmbH, Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie, Meinaustraße 35, 78464 Konstanz, Germany
Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Medizinische Fakultät, Humanmedizin, Josef-Schneider-Str. 2, 97080, Würzburg, Germany
Universitätsklinikum Münster, Medizinische Klinik B, Albert-Schweizer-Campus 1, 48149 Münster, Deutschland
Medizinische Hochschule Hannover, Carl-Neuberg-Straße 1, 30625 Hannover, Germany
Medizinische Fakultät Heidelberg, Universität Heidelberg
Krankenhaus Neuwittelsbach, 80639 München
I. Medizinische Klinik (Kardiologie, Hämostaseologie und Internistische Intensivmedizin), Universitätsklinikum Mannheim, Medizinische Fakultät Mannheim, Universität Heidelberg
Klinik für Kardiologie und Internistische Intensivmedizin, München Klinik Bogenhausen München, Deutschland
Division of Nephrology, Internal Medicine A, University Medicine Greifswald, Greifswald, Germany
Gender Unit, Department of Primary and Transmural Care, Radboud University Medical Center, Nijmegen, the Netherlands
Department of Nephrology and Medical Intensive Care, Charité - Universitätsmedizin, Berlin, Corporate Member of Freie Universität Berlin and Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin, Germany
Berlin Institute of Health at Charité – Universitätsmedizin Berlin, Germany