Park-Klinik Weißensee
Zum 1. Juli 2026 hat Dr. med. Jens-Peter Scharf die Position des Chefarztes der Abteilung für Gynäkologie an der Park-Klinik-Weißensee übernommen. Er leitet die Abteilung nun in Personalunion mit seiner Chefarztstelle in der Geburtshilfe am Sana Klinikum Berlin Lichtenberg.
Scharf absolvierte sein Medizinstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Jahr 1999 promovierte er an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Anschließend war er viele Jahre als Oberarzt im Vivantes Klinikum Berlin-Hellersdorf und zuletzt als leitender Oberarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Helios Klinikum Berlin-Buch unter der Leitung von Prof. Dr. med. M. Untch tätig.
Er ist Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe mit der Zusatzbezeichnung Gynäkologische Onkologie. Die Schwerpunkte seiner klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit liegen in den Bereichen der minimalinvasiven gynäkologischen Chirurgie und der gynäkologischen Onkologie.
Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg
Univ.-Prof. Dr. med. Marc Kriege hat zum 1. Juli 2026 im Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg die Nachfolge von Dr. med. Georg Fritz angetreten, der sich am 30. Juni in den Ruhestand verabschiedet hat.
Kriege wechselt vom Universitätsklinikum Mainz nach Bernau. Die Berufung ist an eine neu geschaffene Universitätsprofessur an der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB) gekoppelt. Der Lehrstuhl ist dezidiert für das Fachgebiet „Anästhesiologie und Intensivmedizin mit Schwerpunkt interventionelle und operative kardiovaskuläre Versorgung” eingerichtet worden.
Der gebürtige Rheinland-Pfälzer absolvierte sein Studium und seine Facharztausbildung in Mainz. Zuletzt war er als bereichsleitender Oberarzt an der Universitätsmedizin Mainz tätig, wo er unter anderem für den Einsatz hochspezialisierter Herz-Lungen-Unterstützungssysteme wie ECMO-, Impella- und LVAD-Systemen verantwortlich war. Ein zentraler Schwerpunkt seiner bisherigen Arbeit liegt in der herzchirurgischen Intensivmedizin sowie der lückenlosen, spezialisierten Betreuung von schwerstkranken Herzpatienten vor, während und nach operativen Eingriffen.
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Leitungswechsel und neue Strukturen 2026
Vivantes Klinik am Urban
Dr. med. Martin C. Kanne ist der neue Chefarzt der Klinik für Urologie am Vivantes Klinikum Am Urban. Er absolvierte sein Medizinstudium von 1998 bis 2004 an der Philipps-Universität Marburg. Im Rahmen eines DAAD-Stipendiums studierte er von 2001 bis 2002 an der Medizinischen Fakultät der Universität Granada in Spanien. Sein Praktisches Jahr führte ihn unter anderem an das Universitätsklinikum Vicente Corral Moscoso in Cuenca, Ecuador, sowie an das St. Katharinen-Hospital in Köln.
Nach dem dritten Staatsexamen und der Approbation im Jahr 2005 begann er seine Weiterbildung zum Urologen am Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum. Anschließend setzte er seine Facharztausbildung am Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH) fort. Im Jahr 2007 promovierte er an der Philipps-Universität Marburg. 2011 erwarb er sowohl den Titel „Fellow of the European Board of Urology” (F.E.B.U.) als auch die Anerkennung als Facharzt für Urologie.
Nach Tätigkeiten als Facharzt und Funktionsoberarzt wurde der erfahrene Urologe 2016 Oberarzt der Klinik für Urologie am KEH mit dem Schwerpunkt Endourologie. Seit 2020 leitete er das endourologische Laserzentrum, zu dessen Aufbau und Weiterentwicklung er maßgeblich beigetragen hat.
Zu Kannes Schwerpunkten gehört die endoskopische Behandlung gutartiger Prostatavergrößerungen mittels moderner Laserverfahren. Er verfügt über langjährige Erfahrung in der Durchführung der Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP) sowie der minimalinvasiven Laser-Enukleation der Prostata (MiLEP).
Neben seiner klinischen Tätigkeit engagiert sich Dr. Kanne als Referent, Proktor, Operateur und Faculty-Mitglied auf nationalen und internationalen Fachkongressen in Europa, Nord- und Südamerika für Wissenschaft und Lehre. Im Jahr 2023 wurde ihm von der Universität Buenos Aires die Anerkennungsurkunde „Prof. Dr. med. Martin Kanne” verliehen. Darüber hinaus ist er Reviewer zahlreicher urologischer Fachzeitschriften.
Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum
Die Klinik für Gefäßchirurgie am Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum hat mit Prof. Dr. med. Ernst Weigang einen neuen Chefarzt. Der erfahrene Gefäßmediziner war zuvor Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und endovaskuläre Therapie am Evangelischen Krankenhaus Hubertus. Zudem war er viele Jahre lang Ärztlicher Direktor.
Weigang absolvierte sein Medizinstudium an der Freien Universität Berlin sowie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Seine berufliche Laufbahn begann er als Arzt in der Herzchirurgie in Frankfurt. Anschließend war er als Weiterbildungsassistent für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie am Deutschen Herzzentrum Berlin tätig. Es folgten Stationen als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellvertretender Leiter der Aorten- und endovaskulären Gefäßchirurgie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
An der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz übernahm Prof. Weigang die Position des Geschäftsführenden Oberarztes der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie sowie die Leitung der endovaskulären Gefäßchirurgie und des Zentrums für angeborene Bindegewebs- und Aortenerkrankungen. Danach wechselte er an das Evangelische Krankenhaus Hubertus in Berlin, wo er als Chefarzt und Leiter des standortübergreifenden Gefäßzentrums sowie als Ärztlicher Direktor tätig war. Prof. Weigang ist Facharzt für Herzchirurgie und Gefäßchirurgie. Er ist habilitiert und außerordentlicher Professor. Forschungsaufenthalte führten ihn in die USA nach Indianapolis, New York und Houston.
Weigang ist auf die Behandlung komplexer Aortenerkrankungen im Brust- und Bauchraum spezialisiert. Die Eingriffe erfolgen sowohl offen chirurgisch als auch minimalinvasiv mittels Stentgraftimplantationen, einem kathetergestützten Verfahren.
Caritas-Klinik Dominikus
Zum 1. Mai 2026 hat Dr. med. Robert Steinicke die Position des Chefarztes der Inneren Medizin der Caritas-Klinik Dominikus in Berlin-Reinickendorf übernommen. In der Doppelspitze mit Dr. med. Daniel Merkel plant er, die Abteilungen Innere Medizin und spezielle Gastroenterologie über das gesamte Spektrum – von der Akutversorgung bis zur hochspezialisierten Diagnostik – weiter auszubauen und zu stärken.
Steinicke bringt als Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie sowie für Innere Medizin und Angiologie eine fachliche Breite in seine neue Rolle ein. Ein weiterer zentraler Baustein in der Weiterentwicklung der Abteilung sind zusätzliche fachliche Expertisen aus den Bereichen Diabetologie, Endokrinologie und Infektiologie. Der gesamte Bereich ermöglicht eine interdisziplinär vernetzte internistische Versorgung in effizienten und modernen Strukturen.
Helios Klinikum Berlin-Buch
Seit dem 1. April 2026 hat Prof. Dr. med. habil. Sinan Bakir die W3-Professur für Orthopädie und Unfallchirurgie an der MSB Medical School Berlin inne. Der 37-jährige Berliner absolvierte sein Studium der Humanmedizin an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, wo er 2017 mit „summa cum laude” promovierte. Seine klinische Laufbahn begann Bakir 2014 am BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin. Es folgten Stationen an der Universitätsmedizin Greifswald, wo er als Weiterbildungsassistent, Facharzt und später als Oberarzt für Kindertraumatologie tätig war. 2023 habilitierte er sich ebendort und erhielt die Lehrbefugnis für das Fachgebiet Orthopädie und Unfallchirurgie.
Vor seinem Ruf an die MSB war und ist Bakir seit August 2025 als Oberarzt im Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie am Helios Klinikum Berlin-Buch tätig. Er verfügt über die Zusatzbezeichnungen Notfallmedizin, Spezielle Unfallchirurgie sowie Klinische Akut- und Notfallmedizin und besitzt das Zertifikat für Kinder- und Jugendtraumatologie (DGU/DGKCH). Sein wissenschaftlicher Fokus liegt unter anderem auf der Versorgungsforschung schwerverletzter Patienten, der pädiatrischen Polytrauma-Diagnostik mittels Ganzkörper-MRT sowie digitalen Simulationen in der Notfallmedizin. Dies spiegelt sich unter anderem in der Leitung internationaler Forschungsprojekte wider. An der MSB Medical School Berlin war Bakir bereits seit Oktober 2025 als Honorardozent in der Lehre aktiv.
DRK Kliniken Berlin
Seit dem 1. April 2026 verstärkt Dr. med. Kai Halbritter als standortübergreifender Leiter der Angiologie das Team des Gefäßzentrums der DRK Kliniken Berlin unter der Leitung von Florian Elger.
Der 55-Jährige hat an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, in Caen (Frankreich) sowie an der Carl-Gustav-Carus-Fakultät der TU Dresden studiert. Nach seiner nahezu 20-jährigen Tätigkeit als Oberarzt am Dresdner Universitätsklinikum Carl Gustav Carus und am Jüdischen Krankenhaus Berlin bringt er viel Erfahrung bei der Behandlung komplexer Durchblutungs- und Gerinnungsstörungen mit.
Das Gefäßzentrum der DRK Kliniken Berlin dient als standortübergreifende Schnittstelle, an der unter anderem die gefäßchirurgischen Abteilungen, die radiologischen Institute, die internistischen Kliniken und die neurologischen Abteilungen der DRK Kliniken Berlin Köpenick, Mitte und Westend beteiligt sind. In diesem Rahmen arbeiten sie beispielsweise in standortübergreifenden Fallkonferenzen eng zusammen.
Vivantes Klinikum Spandau
Seit April hat die Klinik für Dermatologie und Allergologie am Vivantes Klinikum Spandau einen neuen Chefarzt. Prof. Dr. med. Max Schlaak folgt auf Prof. Dr. med. Wolfgang Harth, der in den Ruhestand gegangen ist.
Schlaak war zuvor als Leitender Oberarzt an der Charité tätig. Er gehörte dort der erweiterten Klinikleitung an und war unter anderem für den Schwerpunktbereich Melanom sowie die ambulante spezialärztliche Versorgung (ASV) am Campus Benjamin Franklin verantwortlich. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Hautkrebspatient:innen, insbesondere mit komplexen Befunden.
Sein Medizinstudium absolvierte Schlaak von 1996 bis 2003 an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Im Abschlussjahr hat er promoviert. Seine erste Stelle als Assistenzarzt führte ihn nach Davos in der Schweiz an die Klinik für Dermatologie und Allergologie der Alexanderhausklinik. Es folgten Stationen an den Universitätskliniken Leipzig und Köln. Ab 2014 war Schlaak als Oberarzt in Köln tätig, ab 2018 dann in der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). 2021 wechselte er an die Charité in Berlin, wo er die Position des Leitenden Oberarztes in der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie innehatte.
2014 habilitierte sich Schlaak an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln und erhielt die Lehrbefugnis. 2020 ernannte ihn die Ludwig-Maximilians-Universität München zum außerplanmäßigen Professor. Im Jahr 2021 erfolgte eine Umhabilitation und Benennung als außerplanmäßiger Professor durch die Charité – Universitätsmedizin Berlin.
Vivantes Klinikum im Friedrichshain
Seit dem 1. Januar 2026 wird die Klinik für Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie am Vivantes Klinikum im Friedrichshain unter der Leitung von Dr. med. Nicolle Reinhold als eigenständige Klinik geführt. Neben dieser Klinik besteht weiterhin die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe unter der Leitung von Prof. Dr. Lars Hellmeyer.
Reinhold studierte Humanmedizin an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und promovierte an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Die Anerkennung des Schwerpunkts Gynäkologische Onkologie erhielt sie 2018 durch die Ärztekammer Berlin. Darüber hinaus verfügt sie über umfangreiche Zusatzqualifikationen, unter anderem in Kolposkopie, Strahlen- und Laserschutz sowie in Studien- und Qualitätsarbeit.
Zu ihren beruflichen Stationen gehören die Oberhavel Kliniken GmbH am Standort Oranienburg und die Park-Klinik Weißensee, wo sie als Fachärztin und Oberärztin arbeitete und die Koordination eines zertifizierten Gynäkologischen Krebszentrums verantwortete. Seit August 2021 ist sie in der Gynäkologie am Vivantes Klinikum im Friedrichshain tätig, seit September 2023 als Leiterin der operativen Gynäkologie und Gynäkologischen Onkologie und seit Oktober 2024 als Leiterin des zertifizierten Gynäkologischen Krebszentrums.
Sie ist Mitglied mehrerer nationaler Fachgesellschaften, darunter der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) sowie der Nord-Ostdeutschen Gesellschaft für Gynäkologische Onkologie (NOGGO). Aktuell absolviert Reinhold ein berufsbegleitendes MBA-Studium im Bereich Medical Leadership.
Kliniken im Theodor-Wenzel-Werk
Seit dem 1. Januar 2026 steht die Neurologie in den Kliniken des Theodor-Wenzel-Werks (TWW) unter neuer ärztlicher Leitung: Prof. Dr. med. Cornelia Kornblum hat die Position der Chefärztin der Neurologie übernommen.
Nach ihrem Medizinstudium an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn promovierte sie an der Klinik und Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum Bonn (UKB). 2008 habilitierte sie im Fach Neurologie mit Arbeiten zur chronisch-progressiven externen Ophthalmoplegie, einer mitochondrialen Krankheitsentität. 2014 wurde ihr die Bezeichnung „Außerplanmäßige Professorin” verliehen.
Zuletzt war sie Direktorin der Klinik für Neuromuskuläre Erkrankungen am UKB und verantwortete dort zudem die neurologische Ambulanz und Neurophysiologie im Zentrum für Neurologie. Zuvor war sie viele Jahre als Oberärztin tätig, leitete die neuromuskuläre Arbeitsgruppe mit eigenem Muskellabor und gründete ein Neuromuskuläres Studienzentrum.
Ihre klinischen Schwerpunkte liegen insbesondere in der Diagnostik und Therapie neuromuskulärer, mitochondrialer und seltener Erkrankungen sowie in der neurologischen Funktionsdiagnostik.
DRK Kliniken Berlin
Dr. med. Florian Elger ist seit dem 1. Januar 2026 neuer Chefarzt im übergeordneten Gefäßzentrum der DRK Kliniken Berlin. Der Spezialist für moderne, minimalinvasive Gefäßmedizin war zuletzt an der Universitätsmedizin Göttingen tätig. Er bringt umfassende Erfahrung aus großen gefäßchirurgischen Zentren mit, unter anderem aus Hamburg und Göttingen, und war maßgeblich am Aufbau neuer Strukturen, innovativer Behandlungsmethoden und hochkomplexer endovaskulärer Verfahren beteiligt.
Im Fokus des neuen Gefäßzentrums steht das gesamte Spektrum der Gefäßmedizin: von der Behandlung komplexer Erkrankungen der Hauptschlagader über periphere Durchblutungsstörungen bis hin zu Gefäßverletzungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf minimalinvasiven und Hybridverfahren, die offene Operationen zunehmend ersetzen und für Patientinnen und Patienten mit deutlich geringeren Risiken verbunden sind.
Charité – Universitätsmedizin Berlin und
BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin (ukb)
Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Jan Schwab hat zum 1. Januar 2026 die neu geschaffene W3-Professur für Klinische und Experimentelle Paraplegiologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin übernommen. Die Berufung erfolgt gemeinsam mit dem BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin (ukb). Damit verbunden ist die Ärztliche Leitung der Klinik für Rückenmarkverletzte/Paraplegiologie und experimentelle Paraplegiologie. Die Wübben Stiftung Wissenschaft hat diese Berufung durch ihr Professuren-Programm zur Rekrutierung exzellenter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland ermöglicht.
Schwab war zuletzt Medizinischer Direktor des Belford Center for Spinal Cord Injury, Tenured Professor für Neurologie an der Ohio State University (USA) und hatte dort den William Hunt und Charlotte Curtis Lehrstuhl für Neurowissenschaften inne. Er zählt international zu den führenden Experten auf dem Gebiet der Neuroimmunologie von Rückenmarkverletzungen. Seine Arbeiten zu immunologischen Fehlfunktionen nach Schädigungen des Rückenmarks wurden vielfach ausgezeichnet, darunter vom National Institute of Health (NIH/NINDS).
Ziel der neuen Professur ist es, die neurologische und funktionelle Regeneration nach Rückenmarkverletzungen mit der Entwicklung neuartiger Therapieansätze zu verbessern. Hierfür werden klinisch relevante und beeinflussbare regenerationsbehindernde Mechanismen identifiziert – sogenannte ‚recovery confounder‘. Das Auftreten dieser Mechanismen soll minimiert werden, um die Regenerationskapazität des verletzten Rückenmarks zu schützen. Zusätzlich zur experimentellen Grundlagenforschung und der Entwicklung neuartiger Behandlungsstrategien stehen insbesondere die Translation in frühe klinische Studien sowie die Lehre und Nachwuchsförderung im Fokus. Die Einrichtung eines neuen Forschungs- und Behandlungszentrums für Rückenmarkverletzungen, die klinische und experimentelle Paraplegiologie, ist eine der bedeutenden Entwicklungen der letzten Jahrzehnte in der deutschen akademischen Paraplegiologie.
Vivantes Klinikum Neukölln
PD Dr. med. Volker Heßelmann leitet seit dem 1. Januar 2026 die Neuroradiologie am Vivantes Klinikum Neukölln. Er folgt auf Dr. med. Alexander Bock, der in den Ruhestand gegangen ist. Zuvor war Heßelmann Chefarzt an der Asklepios Klinik Nord in Hamburg.
Sein Studium der Humanmedizin hat Heßelmann an der RWTH Aachen absolviert. Anschließend war er am Institut und der Poliklinik für Diagnostische Radiologie der Universität zu Köln tätig, zunächst als Assistenzarzt, später als Oberarzt in der Sektion Neuroradiologie. Nach einer dreijährigen Selbstständigkeit mit eigener Praxis für Radiologie und Nuklearmedizin hat er als Oberarzt am Institut für Klinische Radiologie, Sektion Neuroradiologie, der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster gearbeitet. Ein Jahr später übernahm er die stellvertretende Abteilungsleitung der Sektion Interventionelle Neuroradiologie. 2013 wechselte Heßelmann als Sektionsleiter für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie ans Asklepios Klinikum Nord-Heidberg in Hamburg. 2018 übernahm er dort die Position des Chefarztes.
Heßelmanns medizinische Schwerpunkte liegen in der schnellen und schonenden Behandlung akuter Schlaganfälle, insbesondere durch moderne Katheterverfahren, sogenannte Thrombektomien, sowie in der minimalinvasiven Therapie von Hirnaneurysmen und Gefäßmissbildungen. Auch die präzise Diagnostik von Erkrankungen des Gehirns und der Hirngefäße mithilfe hochauflösender MRT- und CT-Verfahren gehört dazu. Darüber hinaus engagiert sich Heßelmann in der Forschung zu innovativen interventionellen und bildgebenden Technologien.
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Die Leitung des Zentrums für Neuropädiatrie und Sozialpädiatrie (DBZ) für Kinder und Jugendliche am Vivantes Klinikum Neukölln hat Dr. med. Wencke Weber-Ferro am 1. Januar 2026 übernommen. Die Expertin für Neuropädiatrie ist seit vielen Jahren am Standort tätig, seit Oktober 2021 als Leitende Oberärztin und stellvertretende Chefärztin. Sie folgt auf Dr. med. Christoph Hertzberg.
Nach ihrem Studium der Humanmedizin an der Freien Universität Berlin verbrachte Weber-Ferro ein Studienjahr an der Università La Sapienza in Rom. Ihre ärztliche Ausbildung führte sie über mehrere Berliner Kinderkliniken und das Städtische Klinikum Dortmund zurück nach Berlin-Neukölln. 2005 erwarb sie den Facharzttitel für Kinder- und Jugendmedizin, 2018 folgte die Schwerpunktkompetenz Neuropädiatrie. Seit 2007 arbeitet sie im Vivantes Klinikum Neukölln, zunächst in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und später im DBZ in der Tagesklinik und der Ambulanz. Ihre klinischen Schwerpunkte liegen in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Epilepsien sowie in der Akutneuropädiatrie und der Supervision akut neurologisch erkrankter junger Patient:innen.
Weber-Ferro ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), der Gesellschaft für Neuropädiatrie (GNP), der Berliner Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (BGKJ), der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN) sowie der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ).
Vivantes Humboldt-Klinikum
PD Dr. med. Melisa Gülhan Inci-Turan hat zum 1. Januar 2026 die Leitung der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Vivantes Humboldt-Klinikum übernommen. Zuletzt leitete sie die Frauenklinik am Klinikum Dortmund sowie das St.-Marien-Hospital in Bonn. Zuvor war sie viele Jahre an der Charité – Universitätsmedizin Berlin tätig.
Bereits während ihres Studiums zeigte sich Inci-Turans Interesse für die Frauenheilkunde, das sie in ihrer Promotion an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zum Thema Brustkrebs vertiefte. Weitere Stationen führten sie unter anderem an das MD Anderson Cancer Center in Texas und an das Dana-Farber Cancer Institute der Harvard Medical School. Dort erweiterte sie ihr Wissen in der operativen und konservativen Therapie des Mammakarzinoms.
An der Charité lag ihr klinischer und operativer Schwerpunkt in der gynäkologischen Onkologie, insbesondere in der komplexen operativen Therapie des Ovarialkarzinoms. Zuletzt erweiterte sie ihre Expertise in der roboterassistierten onkologischen Chirurgie, die Patientinnen mit Endometriumkarzinom nach höchsten Standards versorgt. Auch in der Urogynäkologie setzte sie roboterassistierte Chirurgie unterstützend zu den bereits etablierten vaginalen Techniken ein.
Inci-Turans besonderes Forschungsinteresse gilt der Versorgung älterer und gebrechlicher Patientinnen in der operativen gynäkologischen Onkologie – ein Themenfeld, dem sie auch ihre Habilitation an der Charité widmete. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Gebärmuttertransplantation für Frauen mit Uterusinfertilität, mit der sie sich ebenfalls wissenschaftlich auseinandersetzte. Zudem erwarb Inci-Turan einen Master in Clinical Research an der Harvard T.H. Chan School of Public Health. Diese internationale Forschungsperspektive möchte sie künftig gezielt in die Weiterentwicklung einer patientenorientierten Versorgung am Vivantes Humboldt-Klinikum einbringen.