Leitungswechsel und neue Strukturen

Aus Berliner Krankenhäusern wurden uns im Januar 2026 verschiedene Änderungen gemeldet.

Vivantes Klinikum Neukölln

Am 1. Januar 2026 hat Dr. med. Wencke Weber-Ferro die Leitung des Zentrums für Neuropädiatrie und Sozialpädiatrie (DBZ) für Kinder und Jugendliche am Vivantes Klinikum Neukölln übernommen. Die Expertin für Neuropädiatrie ist seit vielen Jahren am Standort tätig, seit Oktober 2021 als Leitende Oberärztin und stellvertretende Chefärztin. Sie folgt auf Dr. med. Christoph Hertzberg.

Nach ihrem Studium der Humanmedizin an der Freien Universität Berlin verbrachte Weber-Ferro ein Studienjahr an der Università La Sapienza in Rom. Ihre ärztliche Ausbildung führte sie über mehrere Berliner Kinderkliniken und das Städtische Klinikum Dortmund zurück nach Berlin-Neukölln. 2005 erwarb sie den Facharzttitel für Kinder- und Jugendmedizin, 2018 folgte die Schwerpunktkompetenz Neuropädiatrie. Seit 2007 arbeitet sie im Vivantes Klinikum Neukölln, zunächst in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und später im DBZ in der Tagesklinik und der Ambulanz. Ihre klinischen Schwerpunkte liegen in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Epilepsien sowie in der Akutneuropädiatrie und der Supervision akut neurologisch erkrankter junger Patient:innen.

Weber-Ferro ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), der Gesellschaft für Neuropädiatrie (GNP), der Berliner Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (BGKJ), der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN) sowie der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ).

Vivantes Humboldt-Klinikum

PD Dr. med. Melisa Gülhan Inci-Turan hat zum 1. Januar 2026 die Leitung der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Vivantes Humboldt-Klinikum übernommen. Zuletzt leitete sie die Frauenklinik am Klinikum Dortmund sowie das St.-Marien-Hospital in Bonn. Zuvor war sie viele Jahre an der Charité – Universitätsmedizin Berlin tätig.

Bereits während ihres Studiums zeigte sich Inci-Turans Interesse für die Frauenheilkunde, das sie in ihrer Promotion an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zum Thema Brustkrebs vertiefte. Weitere Stationen führten sie unter anderem an das MD Anderson Cancer Center in Texas und an das Dana-Farber Cancer Institute der Harvard Medical School. Dort erweiterte sie ihr Wissen in der operativen und konservativen Therapie des Mammakarzinoms.

An der Charité lag ihr klinischer und operativer Schwerpunkt in der gynäkologischen Onkologie, insbesondere in der komplexen operativen Therapie des Ovarialkarzinoms. Zuletzt erweiterte sie ihre Expertise in der roboterassistierten onkologischen Chirurgie, die Patientinnen mit Endometriumkarzinom nach höchsten Standards versorgt. Auch in der Urogynäkologie setzte sie roboterassistierte Chirurgie unterstützend zu den bereits etablierten vaginalen Techniken ein.

Inci-Turans besonderes Forschungsinteresse gilt der Versorgung älterer und gebrechlicher Patientinnen in der operativen gynäkologischen Onkologie – ein Themenfeld, dem sie auch ihre Habilitation an der Charité widmete. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Gebärmuttertransplantation für Frauen mit Uterusinfertilität, mit der sie sich ebenfalls wissenschaftlich auseinandersetzte. Zudem erwarb Inci-Turan einen Master in Clinical Research an der Harvard T.H. Chan School of Public Health. Diese internationale Forschungsperspektive möchte sie künftig gezielt in die Weiterentwicklung einer patientenorientierten Versorgung am Vivantes Humboldt-Klinikum einbringen.

 

 

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