#BAE30 – Weiterbildungsgebühren oder „Gutes muß auch teuer sein“

Was hat die Berliner Ärztinnen und Ärzte vor 30 Jahren bewegt? Um dieser Frage nachzugehen, haben wir uns in unser Archiv begeben und haben Ausgaben unserer Mitgliederzeitschrift, damals noch „Berliner Ärzte“, aus dem Jahr 1996 gesichtet. Die interessantesten Fundstücke werden wir im Laufe dieses Jahres veröffentlichen. Diesmal geht es um: Weiterbildungsgebühren oder „Gutes muss auch teuer sein“.

„Detektivische Kleinarbeit”

In unserem Archiv haben wir so einiges gefunden: Unter anderem spannende Reportagen und zeithistorische Einblicke in das Berliner Gesundheitswesen nach der Wiedervereinigung, aber auch das eine oder andere kurios anmutende Fundstück aus dem Kammerleben. 

So hat die Delegiertenversammlung beispielsweise zum 1. Januar 1996 die Weiterbildungsgebühren abgeschafft, um den medizinischen Nachwuchs finanziell zu entlasten. Diese Gebühren wurden bis heute nicht wieder eingeführt. Allerdings musste sich diese Information erst einmal herumsprechen. Vermutlich unwissend zahlten viele Kammermitglieder die Gebühren weiter. Die Mitarbeitenden des Referats „Weiterbildung” mussten die Absender:innen daher mittels „detektivischer Kleinarbeit” ausfindig machen, um ihnen das Geld per Verrechnungscheck zurückzuzahlen.

Berliner Ärzte, Meldung, Ausgabe 10/1996, Seite 6

Heft 10/1996, Seite 6: Hinweis zur Abschaffung und Rückzahlung der Weiterbildungsgebühren.

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