DRK Kliniken Berlin
Dr. med. Florian Elger ist seit dem 1. Januar 2026 neuer Chefarzt im übergeordneten Gefäßzentrum der DRK Kliniken Berlin. Der Spezialist für moderne, minimalinvasive Gefäßmedizin war zuletzt an der Universitätsmedizin Göttingen tätig. Er bringt umfassende Erfahrung aus großen gefäßchirurgischen Zentren mit, unter anderem aus Hamburg und Göttingen, und war maßgeblich am Aufbau neuer Strukturen, innovativer Behandlungsmethoden und hochkomplexer endovaskulärer Verfahren beteiligt.
Im Fokus des neuen Gefäßzentrums steht das gesamte Spektrum der Gefäßmedizin: von der Behandlung komplexer Erkrankungen der Hauptschlagader über periphere Durchblutungsstörungen bis hin zu Gefäßverletzungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf minimalinvasiven und Hybridverfahren, die offene Operationen zunehmend ersetzen und für Patientinnen und Patienten mit deutlich geringeren Risiken verbunden sind.
Charité – Universitätsmedizin Berlin und
BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin (ukb)
Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Jan Schwab hat zum 1. Januar 2026 die neu geschaffene W3-Professur für Klinische und Experimentelle Paraplegiologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin übernommen. Die Berufung erfolgt gemeinsam mit dem BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin (ukb). Damit verbunden ist die Ärztliche Leitung der Klinik für Rückenmarkverletzte/Paraplegiologie und experimentelle Paraplegiologie. Die Wübben Stiftung Wissenschaft hat diese Berufung durch ihr Professuren-Programm zur Rekrutierung exzellenter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland ermöglicht.
Schwab war zuletzt Medizinischer Direktor des Belford Center for Spinal Cord Injury, Tenured Professor für Neurologie an der Ohio State University (USA) und hatte dort den William Hunt und Charlotte Curtis Lehrstuhl für Neurowissenschaften inne. Er zählt international zu den führenden Experten auf dem Gebiet der Neuroimmunologie von Rückenmarkverletzungen. Seine Arbeiten zu immunologischen Fehlfunktionen nach Schädigungen des Rückenmarks wurden vielfach ausgezeichnet, darunter vom National Institute of Health (NIH/NINDS).
Ziel der neuen Professur ist es, die neurologische und funktionelle Regeneration nach Rückenmarkverletzungen mit der Entwicklung neuartiger Therapieansätze zu verbessern. Hierfür werden klinisch relevante und beeinflussbare regenerationsbehindernde Mechanismen identifiziert – sogenannte ‚recovery confounder‘. Das Auftreten dieser Mechanismen soll minimiert werden, um die Regenerationskapazität des verletzten Rückenmarks zu schützen. Zusätzlich zur experimentellen Grundlagenforschung und der Entwicklung neuartiger Behandlungsstrategien stehen insbesondere die Translation in frühe klinische Studien sowie die Lehre und Nachwuchsförderung im Fokus. Die Einrichtung eines neuen Forschungs- und Behandlungszentrums für Rückenmarkverletzungen, die klinische und experimentelle Paraplegiologie, ist eine der bedeutenden Entwicklungen der letzten Jahrzehnte in der deutschen akademischen Paraplegiologie.
Vivantes Klinikum Neukölln
PD Dr. med. Volker Heßelmann leitet seit dem 1. Januar 2026 die Neuroradiologie am Vivantes Klinikum Neukölln. Er folgt auf Dr. med. Alexander Bock, der in den Ruhestand gegangen ist. Zuvor war Heßelmann Chefarzt an der Asklepios Klinik Nord in Hamburg.
Sein Studium der Humanmedizin hat Heßelmann an der RWTH Aachen absolviert. Anschließend war er am Institut und der Poliklinik für Diagnostische Radiologie der Universität zu Köln tätig, zunächst als Assistenzarzt, später als Oberarzt in der Sektion Neuroradiologie. Nach einer dreijährigen Selbstständigkeit mit eigener Praxis für Radiologie und Nuklearmedizin hat er als Oberarzt am Institut für Klinische Radiologie, Sektion Neuroradiologie, der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster gearbeitet. Ein Jahr später übernahm er die stellvertretende Abteilungsleitung der Sektion Interventionelle Neuroradiologie. 2013 wechselte Heßelmann als Sektionsleiter für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie ans Asklepios Klinikum Nord-Heidberg in Hamburg. 2018 übernahm er dort die Position des Chefarztes.
Heßelmanns medizinische Schwerpunkte liegen in der schnellen und schonenden Behandlung akuter Schlaganfälle, insbesondere durch moderne Katheterverfahren, sogenannte Thrombektomien, sowie in der minimalinvasiven Therapie von Hirnaneurysmen und Gefäßmissbildungen. Auch die präzise Diagnostik von Erkrankungen des Gehirns und der Hirngefäße mithilfe hochauflösender MRT- und CT-Verfahren gehört dazu. Darüber hinaus engagiert sich Heßelmann in der Forschung zu innovativen interventionellen und bildgebenden Technologien.
Die Leitung des Zentrums für Neuropädiatrie und Sozialpädiatrie (DBZ) für Kinder und Jugendliche am Vivantes Klinikum Neukölln hat Dr. med. Wencke Weber-Ferro am 1. Januar 2026 übernommen. Die Expertin für Neuropädiatrie ist seit vielen Jahren am Standort tätig, seit Oktober 2021 als Leitende Oberärztin und stellvertretende Chefärztin. Sie folgt auf Dr. med. Christoph Hertzberg.
Nach ihrem Studium der Humanmedizin an der Freien Universität Berlin verbrachte Weber-Ferro ein Studienjahr an der Università La Sapienza in Rom. Ihre ärztliche Ausbildung führte sie über mehrere Berliner Kinderkliniken und das Städtische Klinikum Dortmund zurück nach Berlin-Neukölln. 2005 erwarb sie den Facharzttitel für Kinder- und Jugendmedizin, 2018 folgte die Schwerpunktkompetenz Neuropädiatrie. Seit 2007 arbeitet sie im Vivantes Klinikum Neukölln, zunächst in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und später im DBZ in der Tagesklinik und der Ambulanz. Ihre klinischen Schwerpunkte liegen in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Epilepsien sowie in der Akutneuropädiatrie und der Supervision akut neurologisch erkrankter junger Patient:innen.
Weber-Ferro ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), der Gesellschaft für Neuropädiatrie (GNP), der Berliner Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (BGKJ), der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN) sowie der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ).
Vivantes Humboldt-Klinikum
PD Dr. med. Melisa Gülhan Inci-Turan hat zum 1. Januar 2026 die Leitung der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Vivantes Humboldt-Klinikum übernommen. Zuletzt leitete sie die Frauenklinik am Klinikum Dortmund sowie das St.-Marien-Hospital in Bonn. Zuvor war sie viele Jahre an der Charité – Universitätsmedizin Berlin tätig.
Bereits während ihres Studiums zeigte sich Inci-Turans Interesse für die Frauenheilkunde, das sie in ihrer Promotion an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zum Thema Brustkrebs vertiefte. Weitere Stationen führten sie unter anderem an das MD Anderson Cancer Center in Texas und an das Dana-Farber Cancer Institute der Harvard Medical School. Dort erweiterte sie ihr Wissen in der operativen und konservativen Therapie des Mammakarzinoms.
An der Charité lag ihr klinischer und operativer Schwerpunkt in der gynäkologischen Onkologie, insbesondere in der komplexen operativen Therapie des Ovarialkarzinoms. Zuletzt erweiterte sie ihre Expertise in der roboterassistierten onkologischen Chirurgie, die Patientinnen mit Endometriumkarzinom nach höchsten Standards versorgt. Auch in der Urogynäkologie setzte sie roboterassistierte Chirurgie unterstützend zu den bereits etablierten vaginalen Techniken ein.
Inci-Turans besonderes Forschungsinteresse gilt der Versorgung älterer und gebrechlicher Patientinnen in der operativen gynäkologischen Onkologie – ein Themenfeld, dem sie auch ihre Habilitation an der Charité widmete. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Gebärmuttertransplantation für Frauen mit Uterusinfertilität, mit der sie sich ebenfalls wissenschaftlich auseinandersetzte. Zudem erwarb Inci-Turan einen Master in Clinical Research an der Harvard T.H. Chan School of Public Health. Diese internationale Forschungsperspektive möchte sie künftig gezielt in die Weiterentwicklung einer patientenorientierten Versorgung am Vivantes Humboldt-Klinikum einbringen.
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